2006 IN KENYA UND AUF SANSIBAR

Wieder in Afrika! Und diesmal für ganze drei Wochen. Zuerst eine eigene Jepp-Safari durch die bekanntesten Nationalparks Kenyas und danach das zweite Mal nach Zanzibar. Und das alles mit drei Frauen … Die Frage „Are all these ladies your wifes?“ sollte ich in den nächsten Tagen noch häufiger beantworten müssen.

17.10.2006 Nürnberg – Nairobi

Um 6:15 Uhr ging’s los am Nürnberger Flughafen. Die KLM Royal Dutch Airlines stand mit ihrem Flug KL1880 bereit, der uns über Amsterdam nach Nairobi brachte. Gute neun Stunden später wurden wir Vier am Nairobi Kenyatta Airport von einem Shuttelbus des Hotels aufgegabelt und zu unserer ersten Station ins Hotel Sarova Panafric Nairobi gebracht.

Dort warteten zwei Junior-Suiten für die erste Nacht auf afrikanischem Boden auf mich und meine drei mitreisenden Mädels. Der Entschädigungsrotwein, den uns die KLM-Crew wegen einer vermeintlich verlorenen Dokumententasche geschenkt hatten, war der wohlverdienste Absacker auf unserer Suite-Terrasse. Hungrig wie wir waren, reichte bereits ein Glas Wein, endgültig schläfrig zu werden und sich auf die kommenden drei Wochen in Kenya und auf Zanzibar einzustimmen.

18.10.2006 Aberdares Nationalpark

Um 7:00 Uhr klingelte der Wecker und eine halbe Stunden später war frühstücken angesagt, denn um 8:00 Uhr stand pünktlich unser Fahrer Benson Musali vom Akorn Destination Management vor dem Hotel, um uns zur Safari abzuholen. Am Vorabend noch vom Department- Leiter instruiert, haben wir von diesem Safari-Veranstalter eine hervorragenden Eindruck.

Im dunkelgrünen Land Cruiser ging es durch die Vorstädte Nairobis zum Aberdares Nationalpark, dem ältesten Reservat Kenyas: gegründet 1950 mit über 760 qkm Fläche aus dichtem Wald und Landschaften und benannt nach dem Entdecker dieser Gegend Lord Aberdare, einem ehemaligen Präsidenten der Royal Geographical Society. Lunch-Buffet gab es im Aberdare Country Club, dem noch der Charme der alten Großwildjagten anhaftet, bevor es in kleinen, klapprigen Bussen zur Aberdare-Lodge The Ark ging: Ein Hotel auf Stelzen und an einer kleinen Wasserstelle gelegen, das man nur über einen Steg erreichte. Von Terrassen aus sah man endlich auf die ersten Tiere: Elefanten, Antilopen, Hyänen etc. Ganz aus Holz erbaut machte es einen beachtlichen und wirkte zeitgleich englisch-antiquiert. Aber dieser Eindruck sollte uns in den nächsten Tagen noch häufiger ereilen.

Ein wenig herrschaftlich kam man sich tatsächlich vor, als wir mit Kaffee und/oder einem afrikanischen Bier „bewaffnet“ auf den kleinen oder der großen Außenterrasse saßen und die einzeln vorbeitrabenden Tiere mit Fernglas beobachteten. Erst des Nächstens gab es einen kleineren, aufregenden Zwischenfall, als ein fieses Rudel Hyänen einem Büffelkalb nach dem Leben trachtete. Von den Ausgewachsenen wachsam verteidigt, trollten sich die Hyänen immer wieder „lachend“, um erneut einen Angriffsversuch zu starten.

19.10.2006 Aberdares – Samburu National Reserve

Nach frischer Nacht im Aberdare-Hochland (Alle Hotelgäste haben Wärmflaschen ins Bett bekommen!) und einem englischen Frühstück ging es wieder zurück zum Aberdare Country Club, wo uns Benson wieder abgeholt hat. Mit unserem Land Cruiser ging es zum drei Stunden entfernten Samburu Nationalpark im Norden. Auch in Kenya gilt das bekannte Raststätten-Prinzip: Das WC ist hinten und wer wieder raus will, sollte Souvenirs kaufen.

Zur Lunchtime erreichen wir die Samburu Lodge am Uaso Nyiro-Fluss, eine der schönsten Lodges der gesamten Safari. Unter indischer Leitung geht man mit Wasser zwar etwas zu großzügig um, aber wir hatten dafür ein schöne Cottage und kleine Wohnung. Nach dem 3-Gänge-Buffet war Zeit für ein kurzes Nickerchen, bevor wir um 15:00 Uhr mit unserem Fahrer Benson zur ersten richtigen Ausfahrt (Gamedrive) starteten.

Es dauerte nur Minuten, bis uns überzivilisierte Mitteleuropäer das Wildnisfieber gepackt hatte. Die ersten Eindrücke waren unglaublich und nur ein paar hundert Meter außerhalb der Lodge begegneten uns bereits Giraffen, Zebras, Elefanten und verschiedene Gazellen aus dem offenen Jeepdach heraus. Nur schwer kann man beschreiben, welche Gefühle und Gedanken einem angesichts solch wunderschöner Landschaft und einzigartiger Tiere durchs Herz und Kopf jagen. Ich persönlich hatte so etwas schönes und beeindruckendes bisher jedenfalls noch nicht gesehen und erlebt. Ich verstand immer besser, warum Afrika der herausragendste und gleichzeitig benachteiligste Kontinent dieser Erde ist.

20.10.2006 Samburu National Reserve

21.10.2006 Samburu – Mount Kenya

22.10.2006 Mount Kenya – Lake Nakuru

23.10.2006 Lake Nakuru – Maasai Mara Game Reserve

24.10.2006 Maasai Mara Game Reserve

25.10.2006 Maasai Mara – Nairobi

26.10.2006 Stone Town, Zanzibar

27.-05.11.2006 Nungwi, Zanzibar

06.11.2006 Zanzibar – Nürnberg